• Die Untervermietung via Airbnb benötigt Zustimmung des Vermieters

Die Untervermietung via Airbnb benötigt Zustimmung des Vermieters

09.08.2017    

Das Internet hat neue Möglichkeiten für Mieter eröffnet, die Wohnung oder ein Zimmer unterzuvermieten.

Online-Vermittlungsportale, wie zum Beispiel airbnb.ch, wimdu.ch oder 9flats.ch, bieten Unterkünfte gegen ein Entgelt an und nehmen an Beliebtheit zu. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings weist der Hauseigentümerverband Graubünden darauf hin, dass das Überlassen einer Wohnung an Dritte gegen Entgelt grundsätzlich als Untervermietung zu qualifizieren ist. Demnach muss ein Mieter den Vermieter um Zustimmung für die Untermiete ersuchen.

Wird das Mietobjekt vom Mieter ohne Zustimmung des Vermieters untervermietet, so ist das eine Vertragsverletzung, und der Mieter riskiert eine Kündigung. Gemäss Mietrecht darf der Mieter die Mietsache brauchen, aber keinen Nutzen daraus ziehen. Ohne Zustimmung des Vermieters darf der Mieter daher grundsätzlich kein Einkommen aus dem Mietobjekt erzielen. Erzielt der Mieter trotzdem ein Einkommen, steht dieses dem Vermieter zu. Im Einzelfall geben die Sektionen des Hauseigentümerverbandes seinen Mitgliedern gerne Auskunft.

Reto Nick, Geschäftsführer HEV Graubünden